Fussreflexzonenmassage – Im Spiegelbild des Körpers

Fussreflexzonenmassage – Im Spiegelbild des Körpers

Wie wir durch das Leben gehen, hängt von unseren Füssen ab. Sie laufen, rennen, tanzen, springen oder balancieren und tragen dabei die ganze Last unseres Körpers.

Mit 26 Knochen, 32 Gelenken, 31 Muskelgruppen, 107 Sehnen und Bändern leisten sie täglich Schwerstarbeit.

Doch unsere Füsse sind noch viel mehr – sie sind ein Abbild unseres Körpers. Heilpraktiker und Naturheilkundler gehen davon aus, dass jedes Organ, jeder Muskel und jeder Knochen über Reflexbahnen mit unseren Füssen in einer Wechselbeziehung stehen. Die Füsse spiegeln demnach den ganzen Menschen auf einer komplexen „Karte“ von 96 Reflexzonen. Der Grossteil ist auf den Fusssohlen angeordnet, andere sind an den Seiten und am Fussrücken bis zum Knöchel zu finden. So steht zum Beispiel der grosse Zeh mit dem Gehirn oder die Sohle des Mittelfusses mit den inneren Organen, wie Niere, Leber und Darm in direkter Verbindung. Durch gezielte Druckmassagen lassen sich organische und andere Beschwerden lindern.

 

Welche Wirkung hat eine Fussreflexzonenmassage?


Die Fussreflexzonentherapie stützt sich auf die Vorstellung, dass die inneren Organe und Muskelgruppen des menschlichen Körpers an bestimmte Zonen des Fusses gekoppelt sind.

 

Grobe Einteilung der Fussreflexzonen:

- Die Zehen spiegeln den Kopf und Hals wieder.

- Die Zonen des Brustraums befinden sich am Mittelfuss.

- Die Knöchel und Fersen stehen in Verbindung mit dem Bauch und dem Becken.

- Die Wirbelsäule verläuft entlang der Innenseiten beider Füsse.

 

Wie auch die Akupunktur oder Akupressur setzt die Fussreflexzonenmassage auf die Stimulation bestimmter Druckpunkte. Mit gezielten Berührungen sollen Reize an die jeweiligen Organe und Körperteile gegeben werden. So fördert das Massieren der Reflexzonen nicht nur die örtliche Durchblutung, sondern unterstützt gleichzeitig auch die Selbstheilungskräfte im gesamten Körper.

 

Die Fussreflexzonenmassage kann folgendes bewirken:

- Schmerzen lindern

- Muskelverspannungen lösen

- den Lymphfluss in Armen und Beinen fördern

- zu besserem Schlaf verhelfen

- die körperliche Verfassung stärken.

 

 

Wann kann eine Fussreflexzonenmassage helfen?

 

Die Anwendungsgebiete umfassen:

- Funktionsstörungen der Muskulatur, z. B. Rückenschmerzen

- Störungen der inneren Organe, wie z. B. Verstopfung oder Atemwegsbeschwerden (Asthma)

- akute und chronische Beschwerden des Bewegungsapparates, wie z. B.  Rückenschmerzen, Gelenkbeschwerden und Arthritis oder Fehlhaltungen im Bereich der Wirbelsäule

- Lymphatische Abflussstörungen, wie z. B. Lymphödem

- Psychosomatische Beschwerden, wie z. B. Schlaflosigkeit oder Unruhezustände

- Migräne und anderen Kopfschmerzen

- Störungen des Immunsystems, wie z. B. Allergien

- Hormonstörungen, Beschwerden in den Wechseljahren oder

- Menstruationsbeschwerden

- Schwere degenerative Krankheiten, wie z. B. Multiple Sklerose oder Morbus Parkinson

 

Eine therapeutische Wirkung der Fussreflexzonenmassage ist bis heute wissenschaftlich nicht erwiesen. Dennoch gehen Fürsprecher davon aus, dass eine regelmässige Massage der Reflexzonen entspannt, Stress abbaut, Durchblutungsstörungen behebt und auch in der Schmerztherapie von grossem Nutzen sein kann. Unabhängig von einer tatsächlichen medizinischen Wirkung ist man sich jedoch sicher, dass allein die Entspannung das Wohlbefinden eines Menschen positiv beeinflusst. So hat die Fussreflexzonenmassage auch im Wellnessbereich einen festen Platz gefunden. Hier dient die Massage jedoch eher der Gesunderhaltung. Die Fussreflexzonentherapie dagegen gilt als eine effektive Behandlung von spezifischen Beschwerden oder Krankheitsbildern. 


 

Welche Risiken bringt eine Fussreflexzonenmassage?

 

Nebenwirkungen sind bei der Fussreflexzonenmassage nicht bekannt. Zu Beginn der Behandlung treten jedoch in manchen Fällen – wie auch bei anderen alternativen Verfahren -  eine Verschlimmerung der Beschwerden auf. Diese Reaktion ist aber im Grunde positiv zu werten, denn sie gehören zum Heilungsprozess dazu und verschwinden meistens nach kurzer Zeit wieder.

 

Zu den häufigsten Reaktionen gehören:

- Erstverschlimmerung der Beschwerden

- Müdigkeit

- Starke Schweissbildung

- Schlafstörungen oder Nervosität

- Reaktionen der Ausscheidungsorgane (Durchfall oder Harndrang)

 

 

Kontraintindikatoren:

Wann sollte eine Fussreflexzonenmassage nicht durchgeführt werden?

 

Eine Fussreflexzonenmassage ist nicht in jedem Fall die richtige Behandlung.

Vorsicht ist vor allem geboten bei:

 

- akuten Entzündungen im Venen- und Lymphsystem

- akuten Infektionen oder hohem Fieber

- Erkrankungen, die sich durch eine Operation besser behandeln lassen (z. B.

- Gallensteine, chronisch entzündete Mandeln oder Blinddarmentzündung)

- akuten und schmerzhaften rheumatischen Erkrankungen der Füsse

- schweren Durchblutungsstörungen der Füsse mit offenen Wunden oder Absterben von Gewebe

- starken Schmerzen an den Füssen infolge von Verletzungen

- Risikoschwangerschaft und nicht in den ersten 3 Monaten und den letzten 6 Wochen -

der Schwangerschaft

- bei akuten Verletzungen, wie z. B. Muskelfaserriss, Band- oder Sehnenruptur

- bei Verbrennungen, offene Wunden, Warzen, Ekzeme oder Furunkel

- bei Pilzerkrankungen am Fuss

- bei Krampfadern im Fuss- und Unterschenkelbereich

- bei Psychosen, Depressionen oder Schizophrenie

(Ausnahme: die Patienten werden ärztlich gezielt betreut)

Quelle: coachfrog.ch